Trump Unveils Sacred Tablets to the Public, Echoing Moses’ Revelation

Donald Trump recently announced new tariffs in a grand event at the White House, dubbing the day a “Day of Liberation” for American industry. The tariffs disproportionately target smaller nations like Lesotho, imposing high rates based on questionable logic. Other absurdities include penalties on uninhabited islands and Indonesia, where tariffs will raise coffee prices for American consumers. Notably absent from the list is Russia, despite its significant trade with the U.S., raising questions about the rationale behind the tariffs.

Trump und seine großspurigen Ankündigungen

In Amerika ist das Motto „je größer, desto besser“ allseits bekannt, und Donald Trump ist da keine Ausnahme. Dies wurde am Mittwoch erneut deutlich, als er im Rosengarten des Weißen Hauses seine neuen Zölle ankündigte. Der Tag wurde als „Tag der Befreiung“ feierlich ausgerufen, ein Tag, der als Wiedergeburt der amerikanischen Industrie in die Geschichte eingehen soll. Auch der Tisch mit der Liste der betroffenen Länder, den Trump präsentierte, war übertrieben. Er erinnerte an Moses, der mit den zehn Geboten vom Berg Sinai herabstieg, um sie seinem Volk zu übergeben – nur waren diese deutlich verständlicher.

Die Absurditäten der neuen Zölle

Lesotho wird aufgrund seiner Diamanten bestraft. Die Zölle wurden mit einer ominösen Formel berechnet, die sehr ernst und kompliziert wirkt, jedoch Trumps skurrile und banale Sicht auf den Außenhandel widerspiegelt: Wer mehr in die USA exportiert als er importiert, muss bestraft werden, weil er Amerika ausnutzt. Trump demonstrierte seine Rechenkünste vor versammeltem Publikum und erklärte mithilfe seines riesigen Tisches, wie Länder wie China, die EU oder Japan die USA übervorteilen. Die „wechselseitigen“ Zölle sind im Vergleich zur ausländischen Ausbeutung immer noch moderat und freundlich. „Wir werden Amerika wieder reich machen“, versprach er triumphierend in seiner fast einstündigen Rede.

Die Diskrepanz zwischen der grandiosen Inszenierung und den absurden Fakten wird besonders deutlich, wenn man einzelne Beispiele aus der umfassenden Liste von 173 Ländern heranzieht. Die höchsten Zölle – 50 Prozent – treffen den kleinen Staat Lesotho im südlichen Afrika. Der Grund dafür ist absurd: Lesotho exportiert hauptsächlich Diamanten in die USA, einfach weil sie dort vorkommen und in den USA rar sind. Im Gegenzug importiert Lesotho nahezu nichts aus den USA, da das Land schlichtweg zu arm ist. Aber für dieses Ungleichgewicht wird es nun bestraft.

Noch lächerlicher ist der Fall der Heard- und McDonald-Inseln. Ihnen wurden 10 Prozent Zölle auferlegt, weil sie angeblich ebenso hohe Zölle auf Importe anwenden. Der Witz dabei ist, dass die abgelegenen antarktischen Inseln unbewohnt sind. Dort leben nur Pinguine und Robben. Aber wer weiß? Man kann schließlich nie vorsichtig genug sein.

Ein weiteres absurdes Beispiel ist Indonesien. Trump hat nun Zölle von 32 Prozent auf Importe aus dem asiatischen Land verhängt. Tatsächlich erhebt Indonesien selbst hohe Steuern auf Kaffeeimporte, da es zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt gehört. Amerika kann das jedoch gleichgültig sein, da es ohnehin keinen Kaffee nach Indonesien exportiert. Das einzige Ergebnis der Zollsteigerung: Importierter Kaffee aus Indonesien, der nicht einfach durch inländische Produktion ersetzt werden kann, wird für amerikanische Verbraucher teurer.

Es gibt viele weitere Fragen, wie zum Beispiel: Warum steht Gibraltar auf der Liste, das kein unabhängiger Staat, sondern Teil Großbritanniens ist?

Besonders interessant ist jedoch, was in Trumps langer Liste fehlt: Russland. Zwar ist der Handel aufgrund von Sanktionen geschrumpft, aber er ist immer noch größer als der mit den McDonald-Inseln oder der Ukraine, die mit 10 Prozent Zöllen belegt ist. Im Jahr 2024 importierte die USA Waren im Wert von 3 Milliarden Dollar aus Russland; nur wenig wurde exportiert. Im Gegensatz dazu hatte die USA mit der Ukraine einen Handelsüberschuss. Laut Trumps Logik sollte Russland bestraft werden und nicht die Ukraine. Andere Faktoren könnten hier eine Rolle spielen, abgesehen von der vermeintlich strengen Mathematik. Doch tatsächlich haben die beeindruckenden Berechnungen, die Trump so dramatisch präsentierte, mehr mit Numerologie, Kabbala und anderen Zahlenmystiken als mit Wirtschaft zu tun.

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