Michael Altmoos highlights the importance of moss in gardens, viewing it as a vital ecosystem component rather than a weed. Moss protects soil, retains moisture, and provides habitat for various organisms. It thrives in damp, shaded areas and enhances soil quality. While removing moss can be challenging due to its growth conditions, ecological methods should be employed instead of chemicals. Additionally, certain so-called weeds, like nettles and dandelions, also offer significant benefits to garden biodiversity.
Der Buchautor und Ökologe Michael Altmoos betont in GEO, dass Moos im Garten nicht als lästiges Unkraut betrachtet werden sollte, sondern als ein essenzieller Bestandteil des Ökosystems und der dekorativen Vielfalt im eigenen Garten. Moosarten sind weltweit verbreitet und spielen eine bedeutende Rolle im Ökosystem, indem sie den Boden schützen, Feuchtigkeit speichern und als Lebensraum für kleine Tiere und Mikroorganismen dienen. Wissenschaftlich gesehen sind Moose ebenfalls faszinierend, da sie als Indikatoren für Umweltbedingungen wie Luftqualität und Feuchtigkeit fungieren.
Was genau ist Moos?
Moos ist eine kleine, blütenlose Pflanze, die zur Gruppe der Bryophyten gehört. Es gedeiht typischerweise in feuchten, schattigen Umgebungen und bildet dichte Matten oder Kissen. Anders als höher entwickelte Pflanzen hat Moos keine Wurzeln, sondern sogenannte Rhizoide, die ihm helfen, sich an Oberflächen festzuhalten. Diese dichten Wurzeln tragen zudem zur Erosionsverhinderung und zur Festigung des Bodens bei. Moos absorbiert Wasser und Nährstoffe direkt über seine Blätter, was ihm ermöglicht, besonders auf feuchten Oberflächen wie Bäumen, Steinen oder Böden zu gedeihen.
Durch seine Fähigkeit, Wasser zu speichern, fungiert Moos als natürlicher Wasserspeicher und sorgt dafür, dass der Boden feucht bleibt, was das Pflanzenwachstum unterstützt. Darüber hinaus ist Moos ein hervorragender Bodenverbesserer: Es lockert den Boden und verbessert die Belüftung, was das Wurzelwachstum fördert und die Nährstoffaufnahme erleichtert. Ein gesunder Boden bildet die Grundlage für gesunde Pflanzen, weshalb Moos erheblich zu dieser Bedingung beiträgt.
Wussten Sie schon? Laut Forst erklärt kann Moos das 30-fache seines Trockengewichts an Wasser aufnehmen.
Moos entfernen: Eine schwierige Aufgabe?
In der Tat ist das oft der Fall, denn Moos kann häufig zurückkommen, insbesondere wenn die Bedingungen, die sein Wachstum begünstigen, nicht dauerhaft verändert werden. Moos liebt feuchte, schattige Umgebungen sowie Böden mit geringem Nährstoffgehalt oder schlechter Drainage. Wenn diese Bedingungen bestehen bleiben, ist ein Wiederwachstum wahrscheinlich. Zudem fördern Sporen in der Luft die Verbreitung von Moos – die Wahrscheinlichkeit, dass die Entfernung eine permanente Aufgabe wird, ist daher hoch!
Es ist sehr wichtig, nur Besen oder gegebenenfalls einen Hochdruckreiniger gegen die überwucherten Bereiche auf Wegen oder Terrassen zu verwenden: Ökologe Michael Altmoos betont, dass hier keine Chemikalien eingesetzt werden sollten! Wenn Moos nur in kleinen Bereichen des Rasens wächst, kann es relativ einfach entfernt werden. Beispielsweise kann ein Rechen verwendet werden, um das Moos zu lockern. Achten Sie darauf, den Boden nicht zu beschädigen, und fügen Sie nach der Entfernung gegebenenfalls neues Gras hinzu.
Tipp: Wenn das Moos sehr tief in den Boden eingedrungen ist, kann die Entfernung schwieriger werden, da es das Wachstum anderer Pflanzen beeinflusst. In solchen Fällen kann es notwendig sein, den Boden aufzulockern und den Rasenbereich nach der Moosentfernung zu reparieren oder zu erneuern.
Diese ‘Unkräuter’ bringen ebenfalls Vorteile
Es gibt zahlreiche Pflanzen, die oft als ‘Unkräuter’ bezeichnet werden, aber tatsächlich sehr nützlich für den Garten sind. Wildpflanzen fördern die Biodiversität und machen den Garten weniger anfällig für Schädlinge. ‘Unkräuter’ konkurrieren mit kultivierten Pflanzen im Garten um Licht, Raum, Wasser und Nährstoffe. Häufig gehen sie als Sieger hervor, was oft zu Frustration bei Hobbygärtnern führt.
Laut BUND sind diese drei Beispiele besonders nützliche ‘Unkräuter’:
1. Brennnessel (Urtica dioica)
Brennnesseln sind bekannt für ihren schmerzhaften Stich, bieten jedoch viele Vorteile im Garten:
Hier weiterlesen: Kein Unkraut! Diese Pflanze ist wertvoller im Garten, als Sie denken
2. Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Der Löwenzahn ist nicht nur ein Symbol des Frühlings, sondern auch ein wertvolles ‘Unkraut’:
3. Klee (Trifolium)
Klee (insbesondere Weiß- und Rotklee) ist ein sehr nützliches ‘Unkraut’ im Garten:
Hinweis: Wenn es zu viele Pflanzen in Ihrem Garten gibt, können diese durch Jäten oder Ausgraben minimiert werden. Herbizide oder Pestizide sollten niemals eingesetzt werden!
Quellen: GEO, Frankfurter Rundschau, Forst erklärt, BUND, Gartenfreunde.