Mexico Demonstrates Goodwill by Extraditing 29 Drug Traffickers to the United States

In a historic move, the Mexican government extradited 29 drug traffickers, including notable figures like Rafael Caro Quintero, to the U.S. These individuals face serious charges including organized crime and drug trafficking. The extraditions coincided with high-level meetings in Washington regarding cooperation against drug trade. This action responds to the U.S. designating several Mexican cartels as terrorist organizations, raising concerns over potential military interventions. The extraditions come amid looming tariffs on Mexican goods, which could severely impact its economy.

Mexikos Historische Auslieferung von Drogenhändlern

In einer beispiellosen Aktion hat die mexikanische Regierung am Donnerstag 29 Drogenhändler, darunter einige hochrangige Persönlichkeiten, in die USA ausgeliefert. Zu den bekanntesten Namen gehört Rafael Caro Quintero, der in den 1980er Jahren als mexikanischer Pablo Escobar galt, dem legendären Anführer des kolumbianischen Medellín-Kartells. Die amerikanische Justiz setzte im Jahr 2018 eine Belohnung von 20 Millionen Dollar auf Quintero aus, der beschuldigt wird, 1985 einen DEA-Agenten ermordet zu haben. Seit 2022 befand er sich in mexikanischer Haft.

Neben Quintero wurden auch Miguel Ángel Treviño, bekannt als Z-40, der ehemalige Anführer des berüchtigten Los Zetas-Kartells, und sein Nachfolger Omar Treviño, Z-42, ausgeliefert. Die Liste der Ausgelieferten, die vom amerikanischen Justizministerium veröffentlicht wurde, umfasst zudem Antonio Oseguera Cervantes, den Finanzchef des Jalisco Nueva Generación-Kartells, sowie José Ángel Canobbio Inzunza vom Sinaloa-Kartell. Letzteres gilt als größter Produzent des synthetischen Opioids Fentanyl, das im Jahr 2023 in den USA rund 75.000 Menschenleben forderte.

Geheime Verhandlungen und bilaterale Zusammenarbeit

Die Einzelheiten der Auslieferungen, die bis zuletzt geheim gehalten wurden, sind noch unklar. Mexikanischen Medienberichten zufolge wurden die Verbrecher, die ihre Strafen in verschiedenen Gefängnissen verbüßten, am Donnerstag mit mexikanischen Militärflugzeugen nach Washington geflogen.

Zur gleichen Zeit, als die Auslieferungen am Donnerstagmorgen begannen, traf sich eine mexikanische Delegation unter der Leitung von Außenminister Juan Ramón de la Fuente und Sicherheitsminister Omar García Harfuch in Washington mit amerikanischen hochrangigen Vertretern, um über die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenhandel zu sprechen.

In einer Stellungnahme des amerikanischen Justizministeriums wurden die Verhafteten wegen „organisierter Kriminalität, Drogenhandel, Mord, illegalem Waffenbesitz, Geldwäsche und anderen Verbrechen“ angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, große Mengen an Drogen – darunter Kokain, Methamphetamin, Fentanyl und Heroin – in die Vereinigten Staaten importiert zu haben, sowie mit diesen Taten verbundene Gewalttaten verübt zu haben.

Diese Auslieferungen sind eine Reaktion Mexikos auf die Einstufung mehrerer Drogenkartelle als terroristische Organisationen durch die Trump-Administration Ende Januar. Sechs der acht als terroristisch eingestuften Gangs stammen aus Mexiko. Dies führte zu Befürchtungen, dass die USA militärische Maßnahmen gegen die Drogenbanden auf mexikanischem Boden ergreifen könnten.

Die mexikanische Regierung erklärte, dass die Auslieferungen Teil der bilateralen Zusammenarbeit unter Wahrung der Souveränität beider Nationen sind. Doch die schiere Anzahl der Auslieferungen überrascht, da Mexiko normalerweise nur einzelne Kriminelle ausliefert und dies oft nach langwierigen rechtlichen Verfahren geschieht.

Diese bemerkenswerte Aktion erfolgt nur wenige Tage vor der Einführung von Strafzöllen von 25 Prozent auf mexikanische Waren. Präsident Donald Trump hatte Ende Januar angekündigt, Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada zu erheben, da beide Länder seiner Meinung nach nicht genug gegen den Drogen- und Migrantenschmuggel unternähmen. Trump beschuldigte auch die mexikanische Regierung der Zusammenarbeit mit Drogenbanden.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum gelang es jedoch, eine einmonatige Fristverlängerung für die Zölle zu sichern, und versprach im Gegenzug, 10.000 Soldaten an die Grenze zu entsenden. Kanada erhielt ebenfalls eine solche Fristverlängerung. Dennoch äußerte Trump kürzlich Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Bemühungen Mexikos und Kanadas.

Die Zölle würden verheerende Auswirkungen auf die mexikanische Wirtschaft haben, da das Land 83 Prozent seiner Waren in die USA exportiert und etwa ein Drittel seines Bruttoinlandsprodukts durch die Zusammenarbeit mit dem Nachbarn im Norden generiert. Durch das USMCA-Freihandelsabkommen, das auch Kanada umfasst, sind die drei Volkswirtschaften eng miteinander verflochten. Die Zölle würden gegen die Regeln des Abkommens verstoßen, das Trump während seiner ersten Amtszeit ausgehandelt hat.

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