Cleaning Expert Angela Straßburger Shares Common Mistakes to Avoid

Angela Straßburger, an organizational and mental trainer, shares insights on achieving stress-free cleaning and organization. She emphasizes that many people overwhelm themselves by tackling too much at once and misjudging their time and energy. Straßburger explores the deeper meanings behind a home’s orderliness and offers practical tips, such as focusing on small tasks and embracing flexible routines. She also highlights the importance of creating a cozy atmosphere and approaching spring cleaning as an energizing activity rather than a stressful chore.

Stressfreies Putzen und Ordnen: Tipps von Angela Straßburger

Wie kann man Reinigung und Ordnung ohne Stress erreichen? Der häufigste ‘Fehler’, den die Organisations- und Mentaltrainerin Angela Straßburger beobachtet, ist, dass Menschen zu viel auf einmal anpacken. Die Autorin von ‘Weniger Zeug, mehr Freiheit’ betont, dass die eigene Zeit und Energie oft unrealistisch eingeschätzt werden. In einem Interview teilt sie wertvolle Tipps, wie man mit minimalem Aufwand Ordnung schaffen kann.

Was die Ordnung in einem Zuhause über seine Bewohner verrät

Frau Straßburger, was sagt der Zustand der Ordnung in einer Wohnung über deren Bewohner aus?

Angela Straßburger: Mehr, als man denkt. Oft ist es jedoch nicht nur das offensichtliche ‘Außenchaos, Innenchaos’ oder umgekehrt ‘Zuhause ordentlich, innerlich aufgeräumt’. Die Menschen sind komplex und Ordnung oder Unordnung kann viel über innere Zustände, Lebensphasen und sogar Werte aussagen. Anhaltende Unordnung kann auf Stress, Überforderung oder emotionale Erschöpfung hinweisen. Perfekte Sauberkeit kann hingegen den Wunsch nach Kontrolle widerspiegeln. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir nicht über eine Person urteilen sollten, nur weil ihre Wohnung unordentlich ist. Der wahre Einblick in das Wohlbefinden eines Menschen kommt durch direkte Gespräche.

Wie viel von der Liebe zur Ordnung ist erlernt und wie viel angeboren? Kann man sich von einem unordentlichen Menschen zu einem Ordnungsfan entwickeln?

Straßburger: Die Beziehung zur Ordnung entsteht durch eine Mischung aus Erziehung und Persönlichkeit. Viele verbinden Ordnung mit Kontrolle und Selbstwert. Einige wachsen in chaotischen Umfeldern auf, während andere Ordnung als Sicherheit erleben. Es ist wichtig zu verstehen, dass Ordnung für jeden etwas anderes bedeutet. Und ja, man kann sich definitiv von einer unordentlichen Person zu einem Ordnungsfan entwickeln, aber nicht durch strenge Disziplin. Es geht darum, herauszufinden, warum man sich mehr Ordnung wünscht. Letztendlich streben wir nicht nach Ordnung selbst, sondern nach dem Gefühl von Leichtigkeit und Wohlbefinden in einem aufgeräumten Zuhause.

Praktische Tipps für weniger Stress im Haushalt

Im Zusammenhang mit täglichen Hausarbeiten wird oft von einer Sisyphusarbeit gesprochen. Was sind Ihre drei wichtigsten Tipps, um dem zu entkommen und mit wenig Aufwand Ordnung zu halten?

Straßburger: Zunächst einmal sollten wir verstehen, dass Haushaltsaufgaben nie wirklich abgeschlossen werden. Der Haushalt ist kein Projekt, sondern eine ständige Realität. Der erste Schritt besteht darin, die negative Bewertung abzubauen. Hausarbeit ist ein Zyklus, kein Ziel. Mein zweiter Tipp ist, sich nicht von der gesamten Unordnung überwältigen zu lassen, sondern sich auf die nächste kleine Aufgabe zu konzentrieren. Zehn Minuten Aufräumen sind besser als sich von der Menge der Arbeit einschüchtern zu lassen. Und schließlich: Arbeite mit flexiblen Routinen statt starren Listen. So sparst du mentale Energie und schaffst Raum für das echte Leben.

Neben Ordnung und Sauberkeit ist Gemütlichkeit für viele Menschen wichtig. Welche Farben oder Möbelstücke machen einen Wohnraum oder eine Küche einladender?

Straßburger: Gemütlichkeit ist ein Gefühl, das durch weiche Materialien, warmes Licht und ruhige Farben entsteht. Erdtöne, warmes Beige, gedämpftes Grün und Holzelemente tragen zur Behaglichkeit bei. Achte auch darauf, den Energiefluss im Raum nicht zu unterbrechen, indem du überladene Flächen vermeidest. Es geht nicht darum, einen perfekten Raum zu schaffen, sondern um Persönlichkeit und Liebe in die Gestaltung einzubringen.

Der Frühjahrsputz steht bevor. Was bedeutet das für Sie persönlich und wo sollte man am besten anfangen?

Straßburger: Für mich ist Frühjahrsputz mehr als nur putzen – es ist eine Art Energiearbeit. Ich beginne am Eingang, wo der erste Eindruck meines Hauses entsteht, und folge einem intuitiven Plan. Es ist wichtig, sich nicht zu überfordern und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es sollte eine liebevolle Aufgabe sein, kein Stressfaktor.

Gibt es einen häufigen Fehler beim Entrümpeln oder Aufräumen, den Sie beobachten, und wie kann man ihn vermeiden?

Straßburger: Ein häufiges Problem ist, dass Menschen zu viel auf einmal angehen und ihre Zeit und Energie unrealistisch einschätzen. Stattdessen sollten sie klein anfangen und sich auf einen Raum konzentrieren. Fragen Sie sich nicht nur ‘Brauche ich das?’, sondern auch ‘Warum halte ich daran fest?’. Nachhaltige Ordnung entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch bewusste Entscheidungen.

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