Germany aims for collaboration rather than confrontation with the US, continuing negotiations amidst escalating trade tensions. California’s Governor Gavin Newsom seeks exemption from retaliatory tariffs for his state’s products. The DAX index has plunged over 1,000 points due to the intensified US-China trade conflict. China has announced export controls on rare earths to the US and will impose additional tariffs. Taiwan plans to support industries affected by US tariffs, while South Africa warns that US tariffs undermine benefits under the African Growth and Opportunity Act.
Die Bundesregierung setzt auf ‘Zusammenarbeit statt Konfrontation’ mit den USA und will die Verhandlungen fortsetzen. Taiwan plant, Milliardenhilfen für die von US-Zöllen betroffenen Industrien bereitzustellen.
Hier sind die wichtigsten Entwicklungen:
Kalifornien strebt Zollbefreiung an
Laut einem Medienbericht möchte Gouverneur Gavin Newsom von Kalifornien andere Länder darum bitten, Produkte aus dem US-Bundesstaat von Vergeltungszöllen auszunehmen. Newsom wird seine Pläne im Laufe des Tages vorstellen, berichtete Fox News. Seine Regierung beabsichtigt, ‘strategische’ Beziehungen zu Staaten aufzubauen, die Vergeltungszölle ankündigen. Ziel ist es, auf die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zu reagieren.
Newsom ist Mitglied der Demokratischen Partei und wird regelmäßig als potenzieller Präsidentschaftskandidat erwähnt. Trump gehört der Republikanischen Partei an. Kalifornien zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt und beherbergt viele Technologieunternehmen.
DAX stürzt nach Zollreaktion Chinas ab
Der verschärfte Handelskonflikt zwischen den USA und China hat am Nachmittag zu einem drastischen Rückgang des DAX geführt. Mit einem Rückgang von über 1.000 Punkten oder mehr als fünf Prozent auf ein Tages-Tief von 20.590 Punkten hat der deutsche Leitindex seinen wöchentlichen Verlust auf rund acht Prozent ausgeweitet. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 fiel zuletzt um etwa viereinhalb Prozent.
Der DAX verzeichnet einen Rückgang von über fünf Prozent. Auch die Wall Street steuert erneut auf drastische Verluste zu.
China reguliert Exporte seltener Erden in die USA
Die Regierung in Peking hat neben den Vergeltungszöllen auch Kontrollen für die Exporte seltener Erden in die USA angekündigt – darunter Samarium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Lutetium, Scandium und Yttrium. Diese Regelung soll ab diesem Freitag in Kraft treten. Seltene Erden sind für viele High-Tech-Produkte wie Mobiltelefone und auch in der Verteidigungsindustrie von entscheidender Bedeutung.
Elf US-Unternehmen wurden als ‘unzuverlässige’ Firmen eingestuft, was der Regierung ermöglicht, gegen ausländische Unternehmen Maßnahmen zu ergreifen. ‘Das Ziel der gesetzeskonformen Umsetzung der Exportkontrollen für relevante Waren durch die chinesische Regierung ist es, die nationale Sicherheit und die Interessen besser zu schützen,’ erklärte das Handelsministerium.
Bundesregierung hofft auf Verhandlungserfolg
Die Bundesregierung warnt nach der Ankündigung neuer US-Zölle vor einer Eskalation des Handelskonflikts. ‘Wir arbeiten nicht an einer Eskalation der Situation, sondern versuchen, sie durch Verhandlungen zu lösen,’ sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner. ‘Wir setzen auf Zusammenarbeit und nicht auf Konfrontation.’
Er möchte sich daher nicht zu Äußerungen von Präsident Emmanuel Macron äußern, der eine harte EU-Reaktion gefordert hat. ‘Alle öffentlichen Überlegungen würden nicht dazu beitragen, eine gute kooperative Lösung zu erreichen,’ erklärte der Regierungssprecher. Das Ziel ist, dass die 27 EU-Staaten kollektiv auf den US-Schritt reagieren. Die USA bleiben einer der wichtigsten Partner und Verbündeten Deutschlands.
Peking kündigt Vergeltungszölle auf US-Waren an
China reagiert auf die US-Zölle mit Gegenmaßnahmen. Ein Zoll von 34 Prozent wird nun auch auf alle US-Waren erhoben, kündigte das Finanzministerium in Peking an. Diese Regelung tritt am 10. April in Kraft.
Die neuen US-Zölle treffen besonders China – das Land, mit dem die USA das größte Handelsdefizit haben. Ein weiterer Zoll von 34 Prozent wird nun auf Importe aus der Volksrepublik in die USA erhoben. Dies kommt zu einem Zoll von 20 Prozent, der seit dem 4. März für Waren aus der Volksrepublik gilt, und der zu zuvor geltenden Zöllen hinzugefügt wurde. Der neue zusätzliche Zoll für Importe aus China beläuft sich somit auf insgesamt 54 Prozent.
China wird auch Zölle von 34 Prozent auf US-Waren als Antwort auf die US-Zölle erheben.
Taiwan will betroffene Industrien stärken
Taiwans Präsident Lai Ching-te hat die von US-Präsident Donald Trump gegen Taiwan verhängten Zölle als unangemessen bezeichnet. Er wird den betroffenen Industrien ‘maximale Unterstützung’ anbieten, erklärte er in einem Facebook-Beitrag. Lai räumte ein, dass sein Land einen Handelsüberschuss mit den USA hat, was jedoch größtenteils auf die Bemühungen taiwanesischer Unternehmen zurückzuführen ist, die hohe Nachfrage nach IT-Produkten in den USA zu befriedigen. ‘Wir betrachten dies als unangemessen und sind besorgt über die möglichen Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die globale Wirtschaft,’ schrieb Lai.
Mit 288 Milliarden Taiwan-Dollar (fast acht Milliarden Euro) plant die Regierung in Taipeh, Unternehmen und Industrien zu unterstützen, damit sie die Folgen der neuen US-Handelspolitik bewältigen können. Davon werden 200 Milliarden Taiwan-Dollar als Exportkredite bereitgestellt, und der Rest fließt direkt an die von den Zöllen betroffenen Unternehmen. Die Halbleiterindustrie, zu der der Chip-Riese TSMC zählt, ist jedoch nicht inbegriffen. TSMC hatte im März neue Investitionen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar in den USA angekündigt. Generell muss Taiwan jedoch mit Zöllen von 32 Prozent rechnen.
Südafrika: Zölle schmälern Vorteile der US-Handelsinitiative
Die südafrikanische Regierung hat erklärt, dass die angekündigten US-Zölle die Vorteile, die afrikanische Länder unter der US-Handelsinitiative African Growth and Opportunity Act (AGOA) genießen, effektiv zunichte machen würden.
AGOA, das berechtigten afrikanischen Ländern zollfreien Zugang zum US-Markt gewährt, läuft im September aus. Trumps umfangreiche Zölle machen eine Verlängerung des 2000 unterzeichneten Handelsabkommens unwahrscheinlich.
Bei einer Pressekonferenz erklärten die südafrikanischen Außen- und Handelsminister, dass die Regierung zusätzliche Ausnahmen und Quotenvereinbarungen mit den USA anstreben und ihre Exportmärkte diversifizieren könnte. ‘Die umfassenden Zollmaßnahmen werden mehrere Sektoren unserer Wirtschaft betreffen, einschließlich der Automobilindustrie, der Landwirtschaft, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Chemie- und Metallindustrie sowie anderer Produktionsbereiche, was Konsequenzen für Arbeitsplätze und Wachstum haben wird,’