Title: The Impact of Air Conditioning and AI on Global Energy Consumption and Climate Change

Global energy demand surged by 2.2% last year, driven by extreme heat in countries like India and China, which increased electricity consumption, particularly from air conditioning. Renewable energy sources reached record levels, contributing significantly to growth, with solar leading the way. Nuclear energy is experiencing a resurgence, with new reactors commissioned. While coal and oil demand continues to rise, the pace has slowed, influenced by a shift towards electric vehicles and changing consumption patterns in Asia.

Steigende Energienachfrage weltweit

Die globale Nachfrage nach Energie ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Insbesondere extreme Hitze in Ländern wie Indien und China hat den Stromverbrauch in die Höhe getrieben, da zahlreiche Klimaanlagen in Betrieb waren. Der Einsatz von Klimaanlagen, künstlicher Intelligenz und anderen energieintensiven Geräten hat zu einem überproportionalen Anstieg des weltweiten Energiebedarfs geführt. Dies geht aus dem Global Energy Report der Internationalen Energieagentur hervor. Demnach stieg die Energienachfrage um 2,2 Prozent, was schneller ist als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Der Anstieg des Strombedarfs war besonders markant: Im vergangenen Jahr lag der Stromverbrauch um 4,3 Prozent über dem des Vorjahres. Experten führen die zusätzlichen 1.100 Terawattstunden hauptsächlich auf die Nutzung von Klimaanlagen zurück, die vor allem durch die extreme Hitze in Indien und China an Bedeutung gewonnen haben. Immer mehr Menschen erwerben solche Geräte in einem zunehmend heißeren Weltklima.

Erneuerbare Energien auf Rekordniveau

Das Jahr 2024 war das wärmste Jahr seit Aufzeichnung, das die bisherigen Rekorde von 2023 übertraf. Die globalen Kühlgradtage, die den Kühlbedarf messen, lagen sechs Prozent über dem Vorjahr und 20 Prozent über dem langfristigen Durchschnitt zwischen 2000 und 2020. Regionen mit hohem Kühlbedarf, wie China, Indien und die USA, waren besonders betroffen.

Die steigende Nachfrage nach Elektrizität weltweit wird auch durch industrielle Produktion, Klimatisierung und Datenzentren getrieben. Forscher geben an, dass die Zunahme in der energieintensiven Fertigung, die durch die Digitalisierung und den Einsatz von KI bedingt ist, sowie die wachsende Zahl von Datenzentren, ebenfalls zu diesem Anstieg beiträgt. Insgesamt entfiel auf den Elektrizitätssektor drei Fünftel des gesamten Anstiegs der globalen Energienachfrage.

Im gesamten Energiesystem verzeichneten alle Brennstoffe und Technologien ein Wachstum im Jahr 2024, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Kein anderer Energieträger hat so viel Kapazität hinzugefügt wie die erneuerbaren Energien, die mehr als ein Drittel des Wachstums ausmachten. Solarenergie führt die Liste an, gefolgt von Wind- und Wasserkraft. China bleibt erneut Vorreiter: Der Großteil der neu installierten Kapazitäten wurde im vergangenen Jahr dort umgesetzt.

Auch die Kapazitäten in der EU und den USA wuchsen signifikant. “Die starke Ausweitung von Solarenergie, Windkraft, Kernenergie und Elektrofahrzeugen löst die Verbindung zwischen Wirtschaftswachstum und Emissionen”, erklärt der Geschäftsführer Fatih Birol. Laut der IEA ist das Interesse an Kernenergie stärker als seit der Ölkrise der 1970er Jahre.

Der Wiederaufstieg der Kernenergie

Gleichzeitig erreichte die Nachfrage nach Erdgas ebenfalls Rekordniveau. Dies geschieht einerseits, weil es in vielen Ländern anstelle von Öl zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Andererseits erholt sich die Nachfrage in der Industrie, selbst in der Europäischen Union. Die Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG), das auch in Deutschland gefragt ist, wird laut IEA voraussichtlich weiter steigen.

Die Kernenergie erlebt eine Art Renaissance: Sechs neue Reaktoren wurden fertiggestellt, zwei davon in China. Die neu installierte Kapazität weltweit war somit ein Drittel höher als im Vorjahr. Auch die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich haben ihre Kapazitäten erweitert.

Der Zustand der globalen Wirtschaft spiegelt sich auch in den Öl-Märkten wider.

Nachfrage nach Kohle und Öl steigt – aber langsamer

Die Nachfrage nach Kohle wächst weiter, jedoch hat sich der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren abgeschwächt. Kohle wird hauptsächlich zur Stromerzeugung verwendet. Das Mini-Wachstum von 1,1 Prozent ist vollständig auf die Hitzewellen in Asien zurückzuführen, die den Kühlbedarf erhöhten.

Das Wachstum der Ölnachfrage war etwas schwächer, was auch auf den Trend zu Elektroautos zurückzuführen ist. In China, lange Zeit der Haupttreiber der Ölnachfrage, ist der Bedarf an ölbasierten Kraftstoffen im Jahr 2024 sogar zurückgegangen.

Dieses Thema wurde von Deutschlandfunk am 24. März 2025 um 08:00 Uhr berichtet.

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